Nachtwächterrundgang

Braunauer Nachtwächterin: „Hört Ihr Leute, lasst Euch sagen…“

Ein etwas anderer Rundgang durch Braunau am Inn erwartete am Donnerstag, den 17. Februar 2011, mit Einbruch der Dämmerung die 3a und 3b Klasse der Volksschule Laab.

Die Schülerinnen und Schüler warteten am Treffpunkt vor dem Braunauer Rathaus und waren schon sehr gespannt, was sie wohl erwarten würde. Und da kam sie auch schon, die erste Braunauer Nachtwächterin, Frau Susanne Urferer, stilecht gewandet mit Hellebarde, eine Art Mischung aus Hackbeil und Speer, einem Signalhorn und einer alten Laterne in der Hand.

Sie erzählte den Kindern Interessantes über den Beruf des Nachtwächters und welche wichtigen Aufgaben dieser zu erfüllen hatte. Dann blies sie mit dem Signalhorn zum Aufbruch und schon ging‘s los auf die nächtliche Tour über den Stadtplatz in die schmalen Gassen der Altstadt. Im Schein der Laterne erzählte sie, wie früher die Kutscher über das holprige Kopfsteinpflaster gerattert sind, von gespenstischen Rittern und anderen abenteuerlichen Geschichten.

Auf diese unterhaltsame Art und Weise führte sie die Kinder von einem besonderen Schauplatz zum Nächsten. Die Nachtwächterin erklärte auch, welche Bedeutung einige historische Redewendungen wie „Jemandem heimleuchten“ oder „Torschlusspanik“ haben. Über die Herzogsburg, vorbei am Braunauer Steffl führte dann der abendliche Ausflug durch dunkle Gassen in die Salzburger Vorstadt und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo Frau Susanne Urferer zum Abschluss noch vom letzten Braunauer Nachtwächter, dem Xaverl, erzählte.

Zum Abschied blies die Nachtwächterin noch einmal kräftig ins Signalhorn, die Kinder durften die Kerze in der Laterne löschen und ein außergewöhnlicher Rundgang durch die Vergangenheit ging leider viel zu schnell zu Ende.

Nähere Informationen zur Ersten Braunauer Nachtwächterin, Frau Susanne Urferer, unter http://www.innkreis-tours.at